Sonne
•25. Mai 2011 • Hinterlasse einen KommentarIch komme wieder, und wie!
•12. April 2011 • Hinterlasse einen KommentarWie ihr sicherlich bemerkt habt, kam lange Zeit nichts mehr von mir. Grund dafür ist, dass ich seit Anfang/Mitte Februar den Entschluss gefasst habe mich in einer Psychiatrie einweisen zu lassen.
Dieser Schritt war nicht leicht für mich. Aber heute sehe ich es als wichtigste Entscheidung an die ich je getroffen habe.
Ich habe hier viele Dinge über mich erfahren, die mir vorher gar nicht so klar waren, trotz den 3 Jahren ambulante Therapie. Ich habe mir viele Dinge zu Herzen genommen und angefangen umzudenken, und einen Weg einzuschlagen mit dem ich glücklicher bin, als die Wege auf denen ich zuvor unterwegs war.
Ich lebe nun in der Gegenwart und für die Zukunft, aber nicht mehr in der Vergangenheit, ohne diese jedoch abzulehnen. Diese Gedanken sind für mich sehr wichtig.
Jedoch noch brisanter ist für mich die Entwicklung meines Selbstvertrauens, seitdem ich in der Klinik bin. Meine Mitpatienten und Therapeuten haben mir gezeigt, dass ich doch gar kein so schlechter Mensch bin, wie ich es schon mein ganzes Leben lang von mir denke. Ich habe außerdem gelernt auch positive Dinge, die zu mir gesagt werden anzunehmen, und so mein negatives Denken verringert. Und es fühlt sich echt gut an, wenn man sich wenigstens erst mal ein bisschen mag, und mit sich klar kommt. Ich weiß dass gerade in dieser Entwicklung noch mehr geht, aber das braucht halt auch Zeit, und diese möchte ich mir nun auch geben.
In einer Woche werde ich entlassen, ich fühle mich wieder gut und habe Lust zu leben!
Ich bedanke mich auf diesem Wege bei meiner Familie, meinen Freunden, und allen Menschen die an mich geglaubt haben und für mich da waren.
Ich komme wieder, und wie!
Ein Tag.
•8. Februar 2011 • Hinterlasse einen KommentarIch wache jeden Morgen auf, bin verschwitzt von den Träumen.
Psychischer Abgrund, dort ist kein Licht in den Träumen.
Nur ein Gesicht in den Träumen, was mich zerbricht in den Träumen.
Reibe meine Augen, ein letzter Stich von den Träumen.
Darf sie jetzt nicht mehr schließen. Muss der Scheisse entfliehen.
Greif mir ‘ne Kippe, zünd sie an, ich muss jetzt beißen, wie nie!
Mir ist so heiß und ich zieh’, atme ein, puste aus.
Sitze noch immer auf dem Bett, mein Zimmer ist schon verraucht.
5 Minuten wach, und schon wieder verbraucht.
Ich stehe jetzt auf. Keiner da, mit dem ich reden kann.
Es gibt Tage, an denen ich kein Wort sage, dass ist das Leben man!
Ich schaue aus dem Fenster, seh’ mir den Regen an.
Mein Gesicht spiegelt sich, die Tropfen fühlen sich wie Tränen an.
Das ist es, was ich am Regen so mag.
Neulich in der Stadt, sahen die Leute nicht, dass ich wieder weinte,
weil er die Tränen verbarg.
Ich gehe nun zum Kühlschrank, muss jetzt etwas essen.
Neben der Müslischüssel lege ich meine Tabletten.
Die darf ich nicht vergessen. Das Trimipramin,
dann das Mirtazapin und noch die beiden Venlafaxin.
Guten Hunger wünsche ich mir selber, sitze allein am Tisch.
Hoffe, dass die Wirkung kommt und mich nicht alleine lässt.
Gedämpfte Stimmung macht sich breit. Es ist doch sinnlos.
Es gab Zeiten da fragte ich mich: “Wo ist dieser Sinn bloß?”
Und selbst diese Zeiten sind schon lang vorbei.
Habe mich abgefunden mit meinem Drama, das kam mit der Zeit.
Wenn doch nur irgendjemand da wäre, so richtig. das wär’ nett.
Aber weil dort keiner ist, lege ich mich wieder in mein Bett.
djb, Feb. 2011
Kein Ende in Sicht.
•7. Februar 2011 • 3 KommentareMeine Zukunft steht in den Sternen. Ausbildung geschmissen. Nun auf Jobsuche. Psychisch einfach am Abgrund. Schreibe dies hier gerade während einer Panikattacke, um mich abzulenken. Ich schwitze, mein Herz rast, meine Kehle fühlt sich zugeschnürt an.
Es ist noch lange kein Ende in Sicht. Was nun auf mich zu kommt weiß ich nicht. Dieses Ungewisse macht mich fertig, gerade finanziell.
Oh, eine Träne auf der Tastatur.
Heute ist es irgendwie besonders hart, keine Ahnung warum. Ich fühle mich einfach unendlich allein gelassen, mit allem.
Meine Therapeutin ist im Moment nicht arbeitsfähig. Die ambulante Hilfe wurde, dank meiner Krankenkasse, eingestellt, da sie nicht mehr übernommen wird und ich sie mir nicht leisten kann.
Ich bin einfach allein mit all dem Dreck der in mir gammelt und sich ausbreitet und irgendwie immer mehr in mir infiziert, immer mehr absterben lässt, immer mehr die Hoffnung auf Besserung schwinden lässt.
Warum ich das hier alles schreibe? Weil es raus muss.
Mein Garnelen-Aquarium
•1. Februar 2011 • Hinterlasse einen KommentarAuf die Beine kommen
•25. Januar 2011 • Hinterlasse einen KommentarWieder auf die Beine kommen und kämpfen! – Ja, wenn das so einfach wäre, wie es zu tippen. Ich sollte wohl lernen mit der Depression zu leben, anstatt sie abzulehnen, da ich mich dadurch ablehne. Ich hasse diese Krankheit, ich hasse was sie mit mir machen kann. Ich hasse es dass ich es wieder zu lasse. Also hasse ich mich. Keine guten Gedankenkreise! Ich habe zwar mit den Jahren gelernt, wie ich gewisse Situationen meistere. Jedoch fehlt mir immer noch dieser imens wichtige Schritt. Mit der Depression zu leben. Anstatt gegen sie zu leben. Da es das ist, was sie überhaupt so mächtig macht.
Das ist auf jeden Fall eines der nächsten Ziele für 2011. Ich habe zwar noch genug Baustellen, aber diese möchte ich wirklich zu ende bringen.
Im Moment stehe ich wieder so nah vor dem Abgrund.
Liebe?
•13. Januar 2011 • 2 KommentareWas ist Liebe? Liebe ist auch nur ein leeres Wort! Es wird so oft benutzt, ohne jedoch wirklich Liebe zu fühlen. Es wird benutzt um kleine Seelen zu zerbrechen, um sich selber etwas vorzumachen, um andere zu verletzen, um eine nette Nacht zu haben, und um sich selber besser zu fühlen. Es wird benutzt, ohne dabei an den zu denken, der Empfänger für dieses Wort ist. “Ich liebe dich so sehr!” – Bullshit! Es wird benutzt, um überhaupt jemanden an seiner Seite zu haben, ob Liebe oder nicht. Es wird benutzt, weil man Mitleid mit jemandem hat. Es wird so oft benutzt für Zwecke die nichts mehr mit der eigentlichen Liebe zu tun haben. Also ist der Ausdruck dieses Gefühles heutzutage einfach nur völlig leeres Geschwafel, ohne auch nur einen Funken von Gefühl. Es wird hauptsächlich für egoistische Zwecke benutzt, man sagt jemandem dass man ihn liebt, damit man sich selber mehr liebt. Und was geschieht am Ende? Übrig bleiben geschundene Seelen, die nie wieder der Liebe und diesem Wort trauen werden. Übrig bleiben Narben die nicht mehr heilen. Übrig bleiben Menschen die ihr Leben lang keine Stetigkeit und kein Glück empfinden werden. Es werden Menschen die sich damit abgefunden haben, sich nicht mehr verletzen lassen zu wollen. Menschen die ihren Träumen und Vorstellungen von damals nie wieder nachgehen werden, aus Angst. Liebe und Hass liegen so nah beieinander. Es werden Menschen die ihren Hass auch auf andere Menschen übertragen werden. Es werden Menschen die dieses Wort auch nur benutzen um sich zu rächen. Und das Rad dreht sich weiter, die Gesellschaft stumpft ab, Gefühle werden verdrängt, Menschen gehen dabei drauf, die dieses nicht können.
Frohes Neues nochmal..




